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 Jugendforum Stuttgart-Vaihingen: Sieben Projekte fest im Blick

Man nehme: Einen lauen Freitagabend, Engagierte Jugendliche, konstruktive Veränderungsvorschläge für den Stadtbezirk, zahlreich erschienene Gemeinde- und Bezirksbeiratsmitglieder, gebe Gesprächsmöglichkeiten in Kleingruppen auf Augenhöhe hinzu und erhalte sieben Projekte in und für Stuttgart-Vaihingen.

Mit diesem Rezept gingen der Stadtjugendring Stuttgart e.V., das Bezirksamt Stuttgart-Vaihingen mit Unterstützung durch die Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung der LHS Stuttgart, am 08.05 2015 zwischen 17:00 Uhr und 20:00 Uhr auf dem Vaihinger Markt an den Start.

 

Eingeleitet wurde das zweite Jugendforum in Stuttgart-Vaihingen mit einem Schweigemarsch des hiesigen Jugendrotkreuzes. Die erfolgreich praktizierte Jugendarbeit könnte „zu Grabe getragen werden“, wenn sich keine neuen Räumlichkeiten finden ließen. Die derzeit genutzten Flächen wurden vor kurzem aufgekündigt. Als Themenpate konnte Herr Ostertag von der SPD-Bezirksbeiratsfraktion gewonnen werden. Mitte Juli wird es ein weiteres Treffen zwischen dem Helfernachwuchs und Herrn Ostertag geben. „Ein Kleinspielfeld zum Fußballspielen in Büsnau, das wäre was für uns!“, so einige Schülerinnen und Schüler der Steinbachschule. Gemeinsam mit dem CDU-Bezirksbeiratsmitglied Axel Weber, erarbeiteten diese bereits ein paar konkrete Ideen für so einen Platz.

 

Die Projektgruppe des Jugendrats Vaihingen stellte die Vorzüge eines neu zu errichtenden Buswartehäuschens beim geplanten „Schulcampus“ vor. Stadtrat Jürgen Sauer von der CDU-Gemeinderatsfraktion und selbst im SSB-Aufsichtsrat wird sich dieser Sache annehmen.

 

Die Robert-Koch-Realschule stellte gleich vier Veränderungswünsche in den Mittelpunkt ihrer Präsentation. Einen dringenden Handlungsbedarf sehen diese „beim 82er“, welcher morgens nur alle 20 Minuten fährt und stets überfüllt ist. Auch der Fußweg rund um die Schule kann nicht immer so beschritten werden wie gewünscht. Die Schwabengalerie könnte nach Aussagen der Schülerinnen und Schüler durchaus attraktiver für Jugendliche gemacht werden und ein Verkauf in der zweiten großen Pause sei ebenfalls wünschenswert. Mit Hans H. Pfeifer von der SPD-Gemeinderatsfraktion und Rainer Blind, Bezirksbeiratsmitglied der SÖS/Linke Plus konnten gleich zwei Themenpaten für die Anliegen der Jugendlichen gewonnen werden.

 

Wer zur Chorprobe bei der Kinder- und Jugendkantorei möchte, sollte nach Aussage des Sängernachwuchses „auf der Hut sein“, denn die Verkehrsführung rund um das Probelokal in der Kaltentaler Straße sei vor allem für Kinder nicht ungefährlich. Karsten Eichstädt, Mitglied der CDU im Bezirksbeirat erläuterte, dass die dortige Verkehrssituation schon einmal Gegenstand im Bezirksbeirat war und eine baldige Lösung zeitnah umgesetzt werden könnte.

 

„Warum gibt es in Vaihingen keine Fläche zum legalen Sprayen, wie beispielsweise in Bad Cannstatt?“ So die Frage der Aktiven aus der Graffiti-AG des Hegel-Gymnasiums. Diese brachten auch gleich zwei mögliche Standorte im Stadtbezirk ins Gespräch. Bei einem Ortstermin im Juni mit Frau Deparnay-Grunenberg von den Grünen, werden die beim Jugendforum angesprochenen Örtlichkeiten genauer unter die Lupe genommen.

 

Ein neuer Anstrich für den Jugendtreff Lauchhau nebst einem neuen Tonstudio, so lautete der Wunsch einiger Besucherinnen und Besucher. Stefan Urbat, Stadtrat für die SÖS/Linke Plus wird sich in den kommenden Wochen ein Bild vor Ort machen.

 

Jetzt haben alle Beteiligten gut sechs Monate Zeit, um mögliche Lösungswege zu erarbeiten, die dann am 10. November 2015 bei einer Ergebniskonferenz im Rahmen einer Bezirksbeiratssitzung vorgestellt werden.